| Feuerprobe für Athen - Olympischer Fackellauf durch Berlin Berlin, 10. Juli 2004. Griechenland ist schon vor der Eröffnung der olympischen Sommerspiele im Freudentaumel. Die Götter müssen verrückt sein, titeln die Medien. Das Gastgeberland feiert den Sieg der Fußball-Europameisterschaft Euro 2004. Jetzt wirft das olympische Feuer seine Schatten voraus.
Olympischer Tag in Berlin: Die Stadt stand - natürlich mit Berliner Pilsner - ganz im Zeichen des größten Sportfestes der Welt. Mit der Wiederkehr des Olympischen Feuers 68 Jahre nach den Spielen von 1936 hatte die Hauptstadt Grund zum Feiern. Zehntausende säumten die Straßen, als 132 Läufer, darunter Sportstars und Prominente wie Henry Maske, Claudia Pechstein, Katarina Witt und Sabine Christiansen die brennende Fackel insgesamt 50 Kilometer durch die Stadt trugen. "Es war eine einmalige Atmosphäre", so Bettina Pöttken, Marketingleiterin der Berliner-Schultheiss-Brauerei. Rund 400 Meter befand sich das olympische Feuer auch in ihren Händen. "Die Zuschauer waren nicht nur voller Freude, sondern auch sehr ergriffen, selbst einen Teil der Fackel-Staffellaufs zu erleben. Viele winkten den Läufern mit griechischen Flaggen und Fahnen zu. Die Menschen waren sprichwörtlich Feuer und Flamme für Athen 2004." Gefeiert wurde am Brandenburger Tor. Das olympische Volksfest mit Berliner Pilsner im Ausschank begeisterte Tausende.
In 35 Tagen um die Welt
Nach der Entzündung am 25. März in Olympia führte die Fackel-Weltreise durch die Olympia-Städte der Neuzeit. Die Fackelläufer tragen das olympische Feuer über zwei Monate lang durch insgesamt 33 Städte in 26 Staaten. Der Fackellauf führt am Boden über 7.000 Kilometer, 80.000 Kilometer werden mit Flugzeug, Schiff, Auto oder Rad überbrückt. Vor der Ankunft in Berlin am 30. Juni hatte das olympische Feuer am Tag zuvor in München, dem Schauplatz der Spiele vom 1972, Station gemacht. Am 09. Juli kehrte die Fackel nach Griechenland zurück. Am 13. August werden die 28. Olympischen Sommerspiele im Athener Olympiastadion eröffnet.
|